PROXIDRUGS–MTI Workshop zu Induced Proximity Therapeutics
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Der PROXIDRUGS–MTI Workshop zu Induced Proximity Therapeutics brachte Forschende aus Deutschland und den Vereinigten Staaten für mehrere Tage des wissenschaftlichen Austauschs, der Diskussion und der Zusammenarbeit zusammen. Im Mittelpunkt stand eines der dynamischsten Forschungsfelder der biomedizinischen Forschung: therapeutische Modalitäten, die durch induzierte Nähe wirken.
Organisiert von Ivan Đikić und Michael Rapé im Rahmen des BMFTR-geförderten Projekts ProxiUS markierte der Workshop den Auftakt eines transatlantischen Austauschs zwischen PROXIDRUGS und der Molecular Therapeutics Initiative der University of California, Berkeley.
Der Workshop präsentierte bemerkenswerte wissenschaftliche Fortschritte in Bereichen wie Molecular Glues, gezieltem Abbau über proteasomale und autophagisch-lysosomale Wege sowie neu entstehenden Modalitäten, die über proximity-induzierte Mechanismen wirken. Die Diskussionen beleuchteten zudem den breiteren Innovationsweg proximity-basierter Therapeutika – von grundlegender Biologie und Proximity Chemistry über Medizinische Chemie und Wirkstoffforschung bis hin zu klinischen Perspektiven und translationalen Ansätzen in Bereichen wie Krebs, Neurodegeneration, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Drug Delivery.
Ein wiederkehrendes Thema während des Treffens war das enge Zusammenspiel von akademischer Forschung und Biotechnologie. Während die akademische Forschung in besonderer Weise dazu beiträgt, neue biologische Prinzipien zu entdecken, Mechanismen zu entschlüsseln und risikoreiche Ideen zu verfolgen, sind die fokussierte Entwicklungsexpertise und die Ressourcen von Biotechnologie und Industrie entscheidend, um diese Erkenntnisse in therapeutische Innovationen zu überführen. Perspektiven von Merck und Enamine Germany, etablierten Industriepartnern im PROXIDRUGS-Netzwerk, bereicherten den Austausch zusätzlich und machten deutlich, dass Innovation selten als linearer Übergabeprozess verläuft. Vielmehr handelt es sich um einen iterativen Prozess, in dem Entdeckung und Entwicklung einander kontinuierlich informieren, herausfordern und beschleunigen.
Das kleine und hochgradig interaktive Format förderte lebhafte Diskussionen weit über die Vorträge hinaus. Der Workshop gab Impulse für zahlreiche bilaterale Gespräche, neue Projektideen und Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen. Damit unterstrich das Treffen den Wert transatlantischer Partnerschaften, um induced proximity therapeutics von der Grundlagenforschung in Richtung zukünftiger Therapien weiterzuentwickeln.
PROXIDRUGS dankt Ivan Đikić, Michael Rapé, allen Vortragenden, Organisatorinnen und Organisatoren sowie Teilnehmenden herzlich für die offene, inspirierende und kollaborative Atmosphäre. Wir freuen uns darauf, die Ideen und Kooperationen, die im Rahmen des Workshops entstanden sind, weiter wachsen zu sehen.
Der Workshop wurde im Rahmen des BMFTR-geförderten Projekts ProxiUS, unterstützt durch Projektträger Jülich und DLR Projektträger, organisiert.
Bildnachweis: PROXIDRUGS Cluster











