Fernsehbeitrag über neuen Ansatz zur Stabilisierung von p53
- vor 2 Tagen
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In einem Beitrag von 17:30 Live Rheinland-Pfalz/Hessen wurde über einen neuen Ansatz aus der Frankfurter Krebsforschung berichtet: Prof. Volker Dötsch, PROXIDRUGS-Forscher, und Dr. Andreas Joerger arbeiten daran, mutierte Varianten des Tumorsuppressorproteins p53 zu stabilisieren.
p53 gilt als „Wächter des Genoms“, da es geschädigte Zellen erkennen und wichtige Schutzmechanismen aktivieren kann. In vielen Tumoren ist p53 jedoch mutiert und verliert seine Funktion. Ein zentrales Problem besteht darin, dass viele dieser Mutationen die dreidimensionale Struktur des Proteins destabilisieren. Genau hier setzt der Frankfurter Forschungsansatz an: Sie entwickeln Designed Ankyrin Repeat Proteine, ähnlich zu kleinen Miniatur-Antikörpern, die an mutierte p53-Varianten binden, sie stabilisieren und so verhindern, dass das Protein seine funktionelle Struktur verliert. Der interessante Aspekt dieses Ansatzes ist, dass dieser Miniatur-Antikörper mehrere hundert verschiedene p53 Mutanten reaktivieren kann (die für bis zu 3 Millionen neue Krebsfälle pro Jahr verantwortlich sind) und dadurch die Notwendigkeit für jede Mutation ein neues Molekül entwickeln zu müssen, vermeidet.
Volker Dötsch ist Projektleiter im PROXIDRUGS Projekt AltTAC, das unter anderem alternative Proxidrug-Mechanismen zur Stabilisierung von p53 untersucht. Das Projekt erweitert damit das Spektrum möglicher Proximitätsansätze über den gezielten Proteinabbau hinaus und fragt, wie krankheitsrelevante Proteine durch neuartige Strategien funktionell beeinflusst werden können.
Der Ansatz befindet sich noch in einem frühen Forschungsstadium, zeigt jedoch eindrucksvoll, welches Potenzial in der gezielten Stabilisierung krankheitsrelevanter Proteine liegt – und wie PROXIDRUGS-Projekte wie AltTAC neue Wege für zukünftige Krebstherapien eröffnen können.







